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05. September 2012   Gott und die Welt

»Im Anfang war das Wort!«

AmAnfangWarDasWortEine wunderbare Hochglanzbroschüre, die die Kirchen in NRW zum Landtagsantrag der Linksfraktion NRW auf Verfassungs- und Schulgesetzänderung „Ehrfurcht vor Gott als Erziehungsziel für alle Schüler/innen aus der Verfassung zu streichen“ hergestellt haben! Offenbar haben wir einen Nerv getroffen, denn in der didaktischen Handreichung für die Religions-Lehrkräfte heißt es dazu:

„Die Begründung des Gesetzentwurfs zur Streichung des Gottesbezugs in den Erziehungszielen der Landesverfassung hebt auf die religiöse Pluralität in NRW ab und rechtfertigt die Gesetzesinitiative mit Verweis auf die (negative) Religionsfreiheit und die Forderung der Antidiskriminierung (der Andersgläubigen und Nichtreligiösen). Es steht daher zu vermuten, dass der Gesetzentwurf und seine Begründung nicht ohne Plausibilität für die Schülerinnen und Schüler sind.“

Diese gesamte Broschüre (LINKE-Gesetzentwurf, alle Reden dazu im Parlament) hat uns sehr gefreut, denn so wird unser Standpunkt weit über die Möglichkeiten, die die LINKE ansonsten hat, verbreitet. Dass jetzt alle Religionslehrkräfte in NRW aufgefordert sind, dies im Unterricht zu thematisieren – sicherlich mit dem Ziel, unseren Standpunkt zu diskreditieren – ist eine Sache; ob unser Standpunkt bei Schülerinnen und Schülern wirklich so wenig fruchtbar wird, wird sich noch zeigen. Meine feste Überzeugung ist immer noch, dass Aufklärung der Ausgang des Menschen aus selbst verschuldeter Unmündigkeit (Kant) ist, was bedeutet, dass seine Unmündigkeit selbst verschuldet ist, wenn er sich NICHT seines Verstandes bedient (Kant). Da aber junge Menschen sich durchaus ihres Verstandes bedienen, werden sich unsere Ideen eben doch – auch mit Hilfe der Kirchen – weiter verbreiten.

Sozialkonferenz

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