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07. Februar 2017   Pressemitteilungen

G 9 Ja – Volksinitiative Nein!

Bild Christopher Kopf„So begrüßenswert es auch erscheint, dass es Initiativen für die Wiedereinführung des Abiturs nach 9 Jahren an Gymnasien, so ablehnenswert ist das Vorgehen der gerade gestarteten Volksinitiative G9 jetzt. Eine Initiative von Eltern von GymnasialschülerInnen“, erklärt Christopher Krogull, Landtagskandidat DIE LINKE. Herne/Wanne-Eickel.

Der Teufel steckt dabei mal wieder im Detail. Krogull: „Ich möchte besonders auf einen Punkt hinweisen. So wirbt die Initiative selbst damit, dass diese „Reform“ kostenneutral sein soll.

Um dies zu gewährleisten, sollen die Stundentafeln an den anderen Schulen der Sekundarstufe I, also Realschulen, Gesamtschulen, Sekundarschulen und Hauptschulen um 8 Stunden die Woche verkürzt werden.“

„Die ist nichts anderes als die Wiedereinführung des G9 auf Kosten aller anderen Schulformen“, so Daniel Kleibömer. Geschäftsführer der Linken Fraktion. Kleibömer weiter: „Das auch noch als „geschenkte außerschulische Lebenszeit“ verklären zu wollen, wie es die Volksinitiative in ihrer Begründung tut, ist ein Hohn!“

DIE LINKE hält daran fest: Statt sich allein um die Interessendurchsetzung einer betroffenen Eltern-/Schülerschaft zu kümmern, ist mehr Geld für Bildung überhaupt und eine bessere Förderung aller Schülerinnen und Schüler dringend nötig.

Und ein weiterer Aspekt treibt Krogull, Herner Landtagskandidat der LINKEN und seines Zeichens Student der Rechtswissenschaften um: „Wird dieser Text des Volksbegehrens mehrheitlich befürwortet, muss sich der Landtag damit beschäftigen. Er hat dann allerdings nur die Wahl, diesen Text anzunehmen oder abzulehnen. Veränderungen sind in diesem Verfahren nicht mehr möglich. Wenn der Landtag dann diesen Text ablehnt, kann es zu einer Volksabstimmung kommen. Und auch in dieser Abstimmung wird nur über die jetzige Fassung des Volksinitiativentextes abgestimmt, Veränderungsmöglichkeiten: Auch hier Fehlanzeige!“

Kleibömer fasst zusammen: „Wer dieser Volksinitiative seine Unterschrift gibt, stimmt gleichzeitig für eine mindestens 5%ige Kürzung der Stundentafel aller anderen Schulformen. Dass kann doch keine/r ernsthaft wollen!“

„Das eine Reform unseres Schulsystems dringend notwendig ist, ist inzwischen jedem klar: NRW belegt im nationalen Bildungsvergleich schon sehr lange letzte Plätze. Das allerdings auch schon zu Zeiten des alten G9-Abiturs“, stellt Krogull fest und fordert: „Lasst uns mit den betroffenen Schulen und ihren SchülerInnen und Eltern für eine gerechte Reform des Schulwesens mit der Politik ringen. Aber ohne die einen gegen die anderen auszuspielen, wie es die Volksinitiative tut!“

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